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Verena Gerspach

Ich bin 1978 in Karlsruhe in Baden - Württemberg geboren. Bin die Tochter einer ganz normalen Familie und habe einen großen Bruder, meine Eltern haben uns beigebracht und vorgelebt mit Freude und Lust am Leben durch die Welt zu gehen. Vor allem haben sie uns gezeigt wie wertvoll es ist eine intakte Familie zu haben.

Ich bin eine ganz gewöhnliche Frau, habe meinen Realschulabschluß gemacht und im Anschluss begonn ich die Ausbildung zur Krankenschwester, um Menschen helfen zu können und auch manchmal um Leben zu retten. Mittlerweile arbeite ich schon einige Jahre auf einer chirurgischen Intensivstation in einem großen Krankenhaus in Karlsruhe.

Wie alles Begann...

Vor ca. 8 Jahren habe ich geheiratet, mein Mann kommt aus Salinas de Guaranda in den Anden auf 3550m. Wir hatten schöne, schmerzhafte und auch sehr schwierige Zeiten unter anderem durch die Krebserkrankung meines Mannes. Gemeinsam haben wir all dies Überstanden und flogen 2009/2010 zusammen nach Ecuador in das Dorf in dem er aufgewachsen ist. Welche Freude, Hoffnung und Träume uns begleitet haben, sind kaum zu beschreiben. Unser Wunsch war es auch anderen helfen zu können, die nicht so viel Glück hatten wie wir, gute Ärzte und eine gute Krankenversicherung zu haben. Wir wollten den Kindern und den Kranken helfen - soweit es unser Rahmen zulässt. 


Wir begannen bereits zu Weihnachten 2003 immer wieder im kleinsten Rahmen zu helfen. Mit offenen Augen für die Schmerzen und Sorgen der anderen gingen wir durch "Salinas". Zu sehen mit welcher Kraft die Menschen in Salinas und Umgebung jeden Tag auf´s neue für ihren Alltag meistern würde hierzulande so manchen schon nach Stunden verzweifeln lassen. 

Es fing mit kleinen Schritten an, mit einigen Kleiderspenden und Hilfe zur Selbsthilfe. Ideen hatten wir viele, aber die Umsetzung war noch weit in der Ferne. Wir halfen mit unseren eigenen Ersparnissen, mitbringen von Kleidung, Vitamine und Spenden von meiner Familie und Freunden. Immer abhängig davon, wer Hilfe benötigt hat und an welcher Krankheit der jenige erkrankt war. Ein ganz tolles Erlebnis war für mich die fast 2000 Dollar die wir für Andre sammeln konnte.


Als ich im Januar 2010 mit meinem Mann auf einer "Holperstraße" (mit Lama garantie) durch die Anden unterwegs war, kamen uns zwei schmutzige Jungs mit einem Lama an der Leine entgegen. Ich bin gleich aus dem Auto gesprungen und habe die Kinder fotografiert. Es war ein so typisches Bild für Ecuador, das ich nicht anderst konnte. Diese beiden Jungs waren die Idee zum Namen unseres Vereines: Andenkinder. Wie immer hatte ich ein paar Kleinigkeiten für die Kinder in meiner Tasche, so dass nicht nur ich glücklich über dieses Bild war, sondern auch die Kinder über diese "Touristin" die wie eine Wilde aus dem Auto gesprungen ist und Süßigkeiten und Spielsachen loswerden wollte.

Als ich wieder zu Hause war, und dieses Bild vor mir hatte, wuchs die Idee einen Verein zu gründen immer mehr. Ich hatte auch schon ein bestimmtes Bild für meine Homepage im Kopf. Die Farbe grün, die für Hoffnung steht und meine Kinderbilder die ich in all den Jahren in Ecuador gemacht habe. Unter anderem ist da auch das Foto des Mädchens vom Flyer entstanden.

Dank meiner Willenskraft, positiven Denkens und harter Arbeit habe ich es geschafft diesen Verein ins Leben zu rufen. All meine Träume und Pläne die mich nächtelang nicht schlafen ließen, konnte ich endlich realisieren. Nach viel Organisation und Papierkram war es endlich soweit, das Andenkinder e.V. ein eingetragener und gemeinnütziger Verein geworden ist.


Ich hoffe und wünsche das wir noch lange ein Hoffnungslicht für die Menschen in Salinas und Umgebung sein können. Das uns die Kraft und die Liebe um zu helfen nicht verloren geht. Deshalb bitte ich dich mein Freund / meine Freundin, reicht uns die Hand um gemeinsam Gutes zu tun. Wir können viele Tränen trocknen und ein lächeln in unglückliche Gesichter zaubern Hand in Hand für eine bessere Zukunft.